Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen

Haus mit Garten

› Mitten im Herzen der Stadt haben ehrenamtliche Gärtner*innen gemeinsam mit dem Team des Museums eine grüne Oase geschaffen. Rund um die Skulptur „Ombralatina“ des italienischen Künstlers Marcello Morandini und Rainer Eckes übergroßen begehbaren Blumentopf gedeihen in eigens gebauten Kisten oder recycelten Behältnissen zahlreiche Nutz- und Zierpflanzen. Mit Vogelnistkästen, Wildbienen-Häusern oder Insektenhotels werden gleichzeitig auch neue Lebensräume für die tierischen „Stadtbewohner*innen“ geschaffen, wodurch der hack-museumsgARTen nicht nur Entfaltungsmöglichkeiten für Menschen und Pflanzen bietet.

Outdoorcooking und Gartenmöbel

Es ist ein Erholungsort, ein Treffpunkt, aber auch eine Plattform, die für Feste und kulturelle Veranstaltungen genutzt wird. Durch interkulturelle Sommerfeste, zahlreiche Konzerte und Workshops wie „Outdoorcooking“, den Bau von Gartenmöbeln aus alten Paletten sowie botanischen Führungen und Kunstprojekten, hat sich der Garten zu einem beliebten Ort der Begegnung und des Miteinanders entwickelt, der eine lebendige Brücke ins Museum schlägt.
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    Pflanzen statt Beton: Lange Zeit war der Hans-Klüber-Platz am Wilhelm-Hack-Museum …
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    … eine öde Betonwüste. Der hackgARTen bringt nicht nur Grün auf den Platz, sondern …
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    … ist auch ein gemeinschaftsstiftendes Projekt, bei dem …
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    … jede und jeder mitgärtnern kann. (Fotos: Ilona Schäfer, Sebastian Weindel
„Es freut uns vor allem, dass der Gemeinschaftsgarten viele Menschen unterschiedlicher Herkunft inspiriert, die das Museum bisher nicht kannten. Zudem haben künstlerische Projekte wie die ‚Lichtoper‘ im Jahr 2017 oder ‚Ludwigshafen summt und brummt‘, das 2019 stattfand, Museum, Garten und Stadt in lebendige Erfahrungsräume verwandelt, die die Neugierde auf die Kunstschätze sowie die Arbeit hinter den Kulissen wecken konnten“, freut sich Kuratorin Theresia Kiefer, die im Museum die Idee des Hack-Gartens entwickelt hat und die derzeit 140 Gärtner*innen auch weiterhin tatkräftig unterstützt.

So ist der hack-museumsgARTen mit seinen 120 Beeten in den Jahren seines Bestehens mehr geworden als ein Ort des urbanen Gärtnerns. Er ist Bindeglied zwischen dem „Elfenbeinturm“ Museum und dem Leben außerhalb der Museumshallen. Mit dem Urban-Gardening-Projekt öffnet sich das Haus und tritt in direkten Kontakt mit der Ludwigshafener Stadtgesellschaft. Ganz unterschiedliche soziale Gruppen, Bürger*innen, die sich sonst wohl nie begegnet wären, arbeiten im hack-museumsgARTen zusammen. Gleichzeitig lernen sie langsam und vorsichtig den fremden „großen Bruder“, das Museum, kennen und schätzen.
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    Impressionen aus dem hackgARTen: Der gigantische Blumentopf von Rainer Ecke …
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    … und ein Konzert unter Bäumen. (Foto: Sarah Hähnle)
Gelebte Utopie!
Von langjährigen Gärtner*innen wird der Hack-Garten als „Meltingpot“ verschiedener Kulturen und Interessen beschrieben sowie als Ort, an dem Müßiggang und Entspannung neben aktivem und produktivem Schaffen stattfinden. Museumsdirektor René Zechlin sieht in dem Urban-Gardening-Projekt sogar noch mehr: „Die Beschäftigung des Museums mit den großen künstlerischen Utopien zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wie etwa den Ideen der russischen Konstruktivisten, führt zu der Frage, ob es denn heute keine Visionen oder Utopien mehr gibt“, so Zechlin. Der Museumsdirektor kommt zu dem Ergebnis: „Der hack-museumsgARTen ist solch eine Form der gelebten Utopie! Integration, Partizipation, Inklusion und Solidarität werden hier selbstverständlich verwirklicht — ohne dass sie als Projektziele formuliert worden wären.“


hack-museumsgARTen
Hans-Klüber-Platz, Ludwigshafen
Info — Öffnungszeiten und Veranstaltungen entsprechend der aktuellen Corona-Vorgaben finden Sie auf der Webseite des Wilhelm-Hack-Museums
www.wilhemhack.museum
hackmuseumsgarten.blogspot.com
Bildnachweis:
Sebastian Weindel (Bild 1,2), Ilona Schäfer

Wilhelm-Hack-Museum

Wahrzeichen des Wilhelm-Hack-Museums ist seine Keramikfassade, die Joan Miró 1980 gestaltete. Heute gilt das Haus als das wichtigste Museum für die Kunst des 20. und 21.Jahrhunderts in Rheinland-Pfalz. Seine Schwerpunkte liegen auf der Klassischen Moderne, aber auch auf der konstruktiv-konkreten Kunst nach 1945. Profilierte Sonderausstellungen, Workshops und ein breit gefächertes Veranstaltungsprogramm machen das Museum zu einem kulturellen Zentrum von Ludwigshafen.
AdresseWilhelm-Hack-Museum // Berliner Straße 23 // 67059 Ludwigshafen // Telefon 0621 5043045 // E-Mail: hackmuseum@ludwigshafen.de
ÖffnungszeitenDienstag, Mittwoch & Freitag 11–18 Uhr // Donnerstag 11–20 Uhr // Samstag, Sonntag & Feiertage 10–18 Uhr
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    Katja Aufleger. Hell brennende Molotow-Cocktails aus ­Parfum und Mischungen aus Sprengstoffen in mund­geblasenen Glasgefäßen zeigen in Katja Auflegers Arbeiten eingefrorene Momente der Ungewissheit und Unsicherheit. Dabei fokussiert sie Augenblicke, kurz bevor etwas passiert, wo­durch ihre Skulpturen, Filme und Fotografien eine besondere Spannung darstellen. Katja Aufleger (geboren 1983 in Oldenburg, lebt in Berlin) studierte an der Hochschule für  bildende Künste Hamburg und wurde bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet.
    Bis 22.08.2021, Rudolf-Scharpf-Galerie
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