Kulturregion Rhein-Neckar

„Gemeinsam können wir die Region verändern“

Herr Metzner, wie kam es zu diesem erstaunlichen Netzwerk?
Parallel zur Ernennung der Region zur Metropolregion Rhein-Neckar haben wir zunächst das Netzwerk der Top-Festivals gegründet. Ziel war es, die Kultur noch fester in der Region zu verankern und für mehr Austausch zu sorgen. Damals stellten wir uns auch die Frage, wie wir die Festivals bekannter machen können, und entschieden uns, zwei Mal im Jahr ein Magazin herauszugeben. Mit der Gründung des Kulturbüros wurde dann eine Stelle geschaffen, die die Vernetzung der kulturellen Institutionen und Initiativen weiter gefördert hat. Gemeinsam haben wir das Denkfest entwickelt. Mit dem Netzwerk der Museen und Schlösser entstand eine vierte Säule. Heute geben beide Netzwerke drei Mal im Jahr das KULTURMAGAZIN als Print- und Online-Version heraus.


Was zeichnet das Denkfest Ihrer Meinung nach aus?
Das Denkfest ist nicht elitär, sondern für alle offen — ob Kultur, Wirtschaft oder Politik — und kreiert einen Freiraum, in dem Menschen sich austauschen und vernetzen können. Eine gute Entscheidung war auch, das Denkfest international auszurichten. Wir laden Experten von außen ein und schauen damit über den eigenen Tellerrand hinaus.


Haben Sie für die Literaturtage einen Nutzen aus dem Networking ziehen können?
Die Herausgabe des Magazins war für alle ein Quantensprung, denn dadurch haben wir Aufmerksamkeit weit über die Region hinaus erzielt. Es erscheint in einer Auflage von 150.000 Exemplaren und wird großen Tageszeitungen wie SZ oder FAZ beigelegt. Für die Literaturtage war das Magazin ein großer Gewinn. Es erreicht eine Öffentlichkeit, die die Festivals allein nie erreichen würden.


Wie sollte sich das Netzwerk zukünftig weiterentwickeln?
Wir Kulturmenschen sollten begreifen, dass wir nur gemeinsam erfolgreich sein werden. Egoismen und zentristisches Denken sind da fehl am Platz. Unsere Gesellschaft wird sich nur über die Werte der Aufklärung, Aktivitäten und Ideen, die wir durch unser Kulturverständnis vorgeben und vorleben, verändern. Das ist eine tägliche Herausforderung.
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